Das Anderland ist eröffnet
Neues Zentrum bietet trauernden Kindern und Jugendlichen Raum und Begleitung

 

Kinder und Jugendliche trauern anders als Erwachsene. Im neuen „Anderland“ in der Kreisstadt können sie ihren Gefühlen so freien Lauf lassen, wie sie es möchten.

„Anderland – hier können Kinder und Jugendliche anders sein. Sie können so sein, wie sie wollen und wie sie fühlen.“ Das sagte der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, Norbert Mathy, bei der Eröffnung des gleichnamigen neuen Zentrums für trauernde Kinder und Jugendliche in der St.-Marien-Gemeinde.
Nach einer Andacht in der Klosterkirche mit Superintendentin Jutta Rühlemann kamen im Garten des Gemeindehauses und in den Räumen der Einrichtung zahlreiche Gäste zusammen. Norbert Mathy betonte, wie wichtig ein spezielles Angebot für trauernde Kinder und Jugendliche zur Begleitung im Trauerprozess sei: „Kinder trauern anders.“ Auf tiefe Trauer könne etwa unmittelbar fröhliches Spiel folgen. Der Tod von Angehörigen sei für Kinder und Jugendliche aber immer ein traumatisches Erlebnis. Ihnen werde im „Anderland“ altersgemäße, spielerische und kreative Formen der Auseinandersetzung mit ihrer Trauer geboten, erläuterte Mathy weiter.
„Anderland“ ist ein auf vielen Schultern getragenes Projekt – dazu gehören haupt und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen in der Gruppenarbeit, Sponsoren, Privatpersonen, Firmen und Banken sowie die St- Marien-Kirchengemeinde, die in enger Kooperation die Räume zur Verfügung stellt. Schließlich hilft auch die Landeskirche Hannover bei der Finanzierung. Ferner bestehe eine enge Zusammenarbeit mit dem „Trauerland“ Bremen.
Es ist wie es ist „Wir wollen der Trauer einen Platz geben, sie zu gestalten“, sagte die Koordinatorin
von „Anderland“, Katja Jenrich. Trauerarbeit sei Beziehungsarbeit. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sei Neuland für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie. „Wir nehmen Gefühle wahr und versuchen sie zu spiegeln“, so Jenrich. Sie zitierte ein Gedicht von Erich Fried „Es ist, wie es ist“ – „und es ist so in Ordnung.“ Das sei das Motto der Diakonie in der Trauerarbeit.
Als eine Bereicherung für die Menschen im Landkreis bezeichnete die Erste Kreisrätin Heike Schumacher stellvertretend für Landrat Jörg Mielke die neue Einrichtung der Diakonie. Das Diakonische Werk realisiere „genau das im Landkreis, was die Menschen brauchen“. Als „unheimlich wichtig“ für Kinder und Jugendliche sowie deren Angehörige bezeichnete die Vorsitzende des Kuratoriums der Diakonie, Brigitte Escherhausen, die neue Einrichtung. Sie hofft, dass auch zukünftig viele Sponsoren das Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche unterstützen werden.
Bärbel Wohltmann, die bereits seit Jahren als ehrenamtliche Hospizlerin arbeitet, betreut im „Anderland“ die Gruppe der Angehörigen. Der Umgang mit trauernden Kindern und Jugendlichen sei für die betroffenen Familien oft schwierig, betonte sie beim Rundgang durch die Räumlichkeiten. Deshalb gebe es im „Anderland“ auch ein spezielles Angebot für Angehörige.


Nähere Auskünfte über das „Anderland“ erteilen Katja Jenrich und Matthias Schmidt unter der Telefonnummer 04791/980664.

 

(c) Osterholzer Kreisblatt 12.09.2012 - Monika Fricke

 


Adresse:
Findorffstrasse 21
27711 Osterholz-Scharmbeck
Tel.: 04791-980664

Informationen und Anmeldung:
Matthias Schmidt / Gerd Rühlemann

 

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