RITAG unterstützt die Arbeit mit trauernden Kindern

Das Anderland in Osterholz-Scharmbeck ist eine Einrichtung für Kinder und Jugendliche, die versuchen, den Verlust eines verstorbenen Familienmitgliedes zu verarbeiten. Mit viel Sensibilität betreuen die ehrenamtlichen Helfer die Kinder und lassen ihnen ihren Freiraum bei der Verarbeitung ihrer Trauer. Damit diese Arbeit mit den jungen Menschen weiterhin möglich ist, hat das Armaturenwerk RITAG der Einrichtung nun einen Betrag von über 6.000 Euro übergeben, welcher im Rahmen der Eröffnung ihres neuen Standortes im Industriepark Heilshorn gesammelt wurde.
 
„Wir wollten während unserer Einweihung Spenden für einen guten Zweck sammeln“, betont Gisela Chatterjee, Gesellschafterin und Firmengründerin von RITAG. „Insbesondere für etwas Nützliches, Nettes und Nachhaltiges“, fügt sie hinzu. Auch Thomas Gellweiler, Geschäftsführer von RITAG, ist ihrer Meinung. „Wir haben uns sehr bewusst für das Anderland entschieden“, sagt Gellweiler. Beide sind sich einig, dass ihre Entscheidung die richtige war. „Es ist sehr wichtig für die Zukunft der Kinder, früh mit ihrer Trauer umzugehen und einen Platz zu haben, an dem sie diese überwinden können“, ist sich Gisela Chatterjee sicher. Auch sie habe Erfahrungen mit dem Thema, weshalb sie mit der Auswahl des Spendenempfängers sehr zufrieden ist. Sie bezeichnet die Arbeit mit den Kindern als „unheimlich wertvoll“.
Insgesamt 45 Privatleute und Einrichtungen haben Geld für das Anderland gespendet. Norbert Mathy, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, und Matthias Schmidt, pädagogischer Mitarbeiter bei Anderland, sind über diese großzügige Spende sehr erfreut. Mit den Spenden werden weitere ehrenamtliche Mitarbeiter ausgebildet und ein Raum für Jugendliche geschaffen, der bis jetzt noch nicht vorhanden ist. Ein gemütliches Sofa wäre dafür sehr geschaffen, denn ab diesem Jahr soll eine weitere Gruppe entstehen, in der vorwiegend Jugendliche ab 13 Jahren Zuflucht finden, da diese mit Trauer anders umgehen. Dank der Spende ist dies möglich, denn auch zusätzliche Mitarbeiter werden dafür gebraucht.
„Ziel ist, die Trauer nicht wie eine Krankheit zu entfernen, sondern einen Platz für die verstorbene Person zu finden und mit der Trauer umzugehen“, sagt Matthias Schmidt. „Sie haben bei uns alle Zeit der Welt, das heißt, sie dürfen so lange bleiben, wie sie wollen und sie meinen, dass sie bereit sind, ohne Betreuung zurechtzukommen.“ Alle zwei Wochen, an einem Donnerstag, kommen die Kinder zum Anderland in die Findorffstraße 21 in Osterholz-Scharmbeck - zusammen mit einem Angehörigen, der die Zeit mit anderen Angehörigen in einem Raum verbringt, damit das Kind sich nicht versetzt fühlt und die Erwachsenen auch Erfahrungen austauschen können. „Die Kinder bekommen eine Betreuerin, die sie auf Wunsch auch mal wechseln können.“ Auch könne das Kinde entscheiden, was es am Tag machen möchte. „Es dreht sich alles nach dem Wohl des Kindes, ob es schweigen oder spielen möchte.“
Das Anderland wird auch von Kindergärten und Grundschulen für Informationsabende angefordert  damit sich Fachkräfte informieren können und wissen, wie sie sich bei plötzlichen Todesfällen in der Familie eines Kindes verhalten sollten. „Wir sind die einzige Einrichtung für trauernde  in der der Region, die nächste wäre in Bremen“, erzählt Norbert Mathy. „Einige Kinder sind mehrere Jahre bei uns, weshalb die Nähe zur Heimat für die Angehörigen auf Dauer angenehmer ist.“ Gerade habe das Anderland 44 freiwillige Helfer, jedoch fehlen noch einige, um so viele Kinder wie möglich aufnehmen zu können. Ein Informationsabend für Interessierte findet am Mittwoch, 17. Februar (Gemeindehaus Worpswede) und am Montag, 22. Februar (Anderland), jeweils von 19 bis 20 Uhr, statt, der Grundkurs dann am 12. und 13. März im Anderland.
 


Von links: Matthias Schmidt und Norbert Mathy sind über die gesammelten Spenden von Gisela Chatterjee
und Thomas Gellweiler (RITAG) sehr erfreut. Foto: jlt
 
(c) Osterholzer Anzeiger  10.02.2016 - Jella Tackenberg

 



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