Erntefestkomitee setzt auf Prävention

 

Konzert brachte Gelder für Präventionsrat und Anderland

 

Auch das 146. Osterholzer Erntefest war wieder ein friedliches Volks- und Familienfest. Größere Ausschreitungen seien nicht zu beklagen gewesen, freuten sich die Herren vom Erntefestkomitee.

Eine besondere und sehr gesellige Veranstaltung im Rahmen des Erntefestes war das Benefizkonzert mit dem Polizeiorchester Niedersachsen am Montagnachmittag. Im Festzelt sei kein freier Sitzplatz mehr gewesen, freute sich Jürgen Schröder vom Erntefestkomitee. Der Eintritt war frei, die Herren vom Komitee gingen aber mit der Sammelbüchse durch die Reihen. Da zu Beginn des Konzertes bekannt gegeben wurde, für welchen Zweck um eine Spende gebeten wurde, saß der eine oder andere Euro vielleicht etwas lockerer, vermuten die Veranstalter. Am Ende des Nachmittages standen 1500 Euro zur Verteilung bereit.
Jeweils zur Hälfte ging das Geld zum einen an den Präventionsrat der Stadt und an „Anderland“, das Zentrum für trauende Kinder und Jugendliche. Der Präventionsrat, der sich vor sechs Jahren anlässlich der stetig angestiegenen Gewalt und Kriminalität im Quartier Drosselstraße gegründet hatte, möchte die Spende in einen Jugendaustausch mit Jugendlichen aus der Kreisstadt, Marokko und Polen geben. Die deutschen Jugendlichen haben die Gleichaltrigen im Ausland schon besucht, zurzeit sind diese auf Gegenbesuch in Osterholz-Scharmbeck. „Es haben sich sogar Gastfamilien aus dem Quartier gefunden“, freut sich Wilfried Grieme von der Polizei und Mitglied im Präventionsrat. Die Arbeit des Präventionsrates habe schon deutliche Früchte getragen, weiß auch Dezernent und ebenfalls Präventionsratsmitglied Torsten Rohde zu berichten. „Die Abwärtsspirale ist zum Stillstand gekommen, und langsam geht es wieder aufwärts“, berichtet er. Man könne eben nicht erwarten, dass ein Problemfeld das über 15 Jahre gewachsen sei, sich innerhalb von zwei Jahren in Luft auflöse.
Auch Anderland leistet eine gewisse Präventionsarbeit. Dort wird trauenden Kindern und Jugendlichen Raum und Möglichkeit gegeben, mit ihrer Trauer umzugehen. Dort können sie im geschützten Raum so sein, wie ihnen gerade zumute ist, ohne vielleicht Rücksicht auf andere trauernde Familienmitglieder nehmen zu müssen. Bei Anderland dürfen und können sie spielen, toben, aber auch traurig und sehnsüchtig sein, liebevoll und professionell begleitet von speziell ausgebildeten Mitarbeitern. Zurzeit kümmern sich dort 17 Haupt- und Ehrenamtliche in zwei Gruppen um 18 Kinder im Alter von drei bis 18 Jahren.

 

 

Insgesamt 1500 Euro für präventive Zwecke. Geber und Bedachte freuen sich gleichermaßen.

Von links:Wilfried Grieme von der Polizei, Dezernent Torsten Rohde, Norbert Mathy vom Diakonischen Werk
sowie Michael Gerbing, Jens Mauruschat und Jürgen Schröder vom Erntefestkomitee.

Foto: sr

(c) Osterholzer Anzeiger 23.10.2013 - Susanne Roth

 



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