Anderland – ein Ort für trauernde Kinder
Jury hat für die neue Einrichtung der Diakonie einen Namen gefunden / Über 100 Vorschläge gingen ein

Wenn Kinder und Jugendliche einen nahe stehenden Menschen durch Tod verlieren, trauern sie natürlich, doch anders als Erwachsene. Die Diakonie hat einen Ort fürtrauernde Kinder geschaffen, an dem aber auch Eltern Unterstützung finden. Nun hat die Anlaufstelle einen Namen bekommen.

Osterholz-Scharmbeck. Das Diakonische Werk in Osterholz-Scharmbeck begleitet schon lange Menschen an ihrem Lebensende und trauernde Erwachsene. Seit Mai haben auch Kinder und Jugendliche in den Räumen der Diakonie einen Ort, an dem sie Geborgenheit und Akzeptanz in einer schwierigen Zeit finden. Dort können sie nach dem Verlust eines nahe stehenden Menschen ihren Gefühlen freien Lauf lassen – auf ihre Art und Weise. Kinder und Jugendliche trauern anders als Erwachsene: Sie zeigen ihre Gefühle oft spontan und auf Momente der Traurigkeit kann plötzlich fröhliches Spielen folgen. Mit dieser anderen Art zu trauern sind Eltern oft überfordert und wünschen sich Unterstützung.
Die Kinder und ihre Angehörigen sollten nicht mehr eine namenlose Einrichtung besuchen, also musste ein Name gefunden werden. „Weil diese Einrichtung von so vielen Menschen getragen wird, haben wir beschlossen, die Öffentlichkeit bei der Namensfindung einzubeziehen“, so Norbert Mathy vom Diakonischen Werk. Ende Juni hatten Menschen für zwei Wochen die Möglichkeit, ihren Vorschlag für einen passenden Namen abzugeben. Die Beteiligung konnte sich sehen lassen: Über 100 Vorschläge gingen aus der Region und darüber hinaus ein.
Am Ende stand fest: Die Einrichtung zurBegleitung trauernder Kinder und Jugendlicher soll „Anderland“ heißen – ein Name, der die Fantasie anspricht und Platz für eigene Vorstellungen lassen soll. Der Vorschlag stammte von der ehrenamtlichen Mitarbeiterin des Diakonischen Werks, Eva Kairies.
Landrat Jörg Mielke, Schirmherr für den Namensfindungsprozess, hatte gemeinsam mit der Jurorinnen und Juroren die Qual der Wahl. Die Jury für die Entscheidung bestand aus Superintendentin Jutta Rühlemann, Brigitte Escherhausen (Vorsitzende der Diakonie Stiftung Osterholz) und ihre Vertreterin Monica Röhr, Rainer Knüppel (Die Wolkenschieber) und Beate Alefeld-Gerges (Trauerland Bremen).
Außerdem beteiligt waren: Sabine Hatscher (Pressesprecherin der Bremischen Evangelischen Kirche), Dieter Sell (Evangelischer Pressedienst), Norbert Mathy (Diakonisches Werk Osterholz), Katja Jenrich und Matthias Schmidt (Begleitung für trauernde Kinder und Jugendliche).
Einstimmiges Ergebnis „Wir hatten alle einen anderen Namensvorschlag, als wir uns zusammengesetzt haben. Doch nachdem wir gründlich überlegt haben, was wir ausdrücken wollen, hatten wir plötzlich ein einstimmiges Ergebnis“, erzählt Monica Röhr. „Anfangs war ich wirklich stutzig, doch dieser Name wahrt die Distanz zur Trauer und genau das wollten wir“, so Brigitte Escherhausen. Auch Jörg Mielke sagt, er sei umso überzeugter von dem Namen, je länger er darüber nachdenke. „Anderland kann Kindern Raum geben und sie bestärken in der Phase der Orientierungslosigkeit. Es ist gleichzeitig eine Anlaufstelle für Erwachsene, die überfordert sind, wenn ihre Kinder trauern“, erzählt Jutta Rühlemann. Auch Rainer Knüppel ist überzeugt: „Was hier geleistet wird, wird viel Beachtung finden.“ Jeder der Bedarf hat, auch über die Stadtgrenzen hinaus, ist im „Anderland“ willkommen.

www.anderland-ohz.de


(c) Osterholzer Kreisblatt 20.07.2012

 



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